Statt mit ihrer Familie einen schönen Winterurlaub in den Bergen zu erleben, soll Lilja mit ihren beiden kleinen Brüdern Mattis und Albert zu Tante Stella fahren, die vor einigen Jahren die Pension Villa Valdi eröffnet hat. Die Kinder kennen ihre Tante kaum und die Vorfreude auf die Ferien bei ihr ist alles andere als groß. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Kinder nicht wissen, dass es die aufregendsten und lustigsten Ferien werden würden, die sie je verbracht hatten.
Fräulein Stellas Pension für Fabelwesen
Vielleicht hätte die Frage des Busfahrers, ob sie wirklich dorthin wollen, Warnung genug sein sollen. Die Pension steht einsam irgendwo im Nirgendwo und die Tür, nun ja, vielleicht ist Lilja einfach übermüdet. Eine Tür kann nicht wirklich eine Nase haben, oder?
In ihrer ersten Nacht gibt es plötzlich lautes Gepolter und Gezeter in ihrem Zimmer. Die Kinder erblicken einige Wesen, die es eigentlich nicht geben sollte: eine Hexe, einen Poltergeist, einen Vampir und einen Yeti. Und auch beim Haus, der Villa Valdi, wird immer klarer, dass es sehr lebendig ist. Nun könnten es doch magisch-lustige Ferien werden, aber dann geschehen seltsame Dinge in der Pension und es gilt herauszufinden, wer dahinter steckt.
Das Buch ist ein Feuerwerk an kreativen und humorvollen Ideen. Die Bewohner haben alle ihre Stärken und Schwächen. So wurde z.B. die Hexe Dula von ihrem ehemaligen Meister mit einem Fluch belegt, so dass ihre Zaubersprüche ständig schiefgehen. Yeti Sunny hat Schneeschnupfen und kann nicht bei seiner Familie leben und Poltergeist Leopold hat Angst im Dunkeln.
Gerade die Schwächen und Eigenheiten machen die Figuren so sympathisch. Die erste Hälfte des Buches ist dem Ankommen und Kennenlernen der Pension und deren Bewohner gewidmet. Etwas ungewohnt beim Lesen waren die oft recht kurzen Sätze. Dies macht es für jüngere Kinder sicherlich beim Lesen leichter, wirkte für mich als Erwachsenen stellenweise etwas hackelig. Das wurde in der zweiten Hälfte aber besser bzw. hatte ich mich dann daran gewöhnt.
Besonders erwähnenswert ist die wunderschöne Gestaltung mit Liebe zum Detail. Auf dem Vorsatzpapier findet man eine Galerie mit den Bewohnern und auch die Innenseiten wurde reichlich und mit Farbe illustriert.
Fazit: Ein humorvolles Buch mit einer lebendigen Pension und liebenswerten, etwas verrückten Bewohnern! Ich bin gespannt was Lilja, Mattis und Albert bei ihrem nächsten Besuch in "Fräulein Stellas Pension für Fabelwesen" erleben werden.
Titel: Fräulein Stellas Pension für Fabelwesen
Autorin: Iris Genenz
Illustrationen: Lisa Forsch
Verlag: Ueberreuter
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-7641-5308-3
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
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