Vampirmädchen Storm wartet sehnsüchtig auf die Zusage für die Blutspuk-Akademie. Aber wieder kommt die Post-Fledermaus mit einer Absage reingeflattert. Die Versuche von Storm, etwas wirklich Fieses zu machen, sind einfach zu lasch und reichen nicht für eine Aufnahme, sehr zur Enttäuschung der Eltern, die beide auf der Akademie waren. Als ihre Eltern an Halloween von einem Menschenkind gebissen werden, verwandeln sie sich und plötzlich soll Storm die Schule auf Burg Zuckerhut besuchen und sich unauffällig unter die Menschen mischen.
Storm: Das Internat des Gruselns (Band 1)
Durch den Biss eines Menschen benehmen sich Storms Vampireltern plötzlich sehr unvampirisch. Sie wollen am Tag ausgehen, tragen bunte Klamotten und was am schlimmsten ist: Storm soll eine Menschenschule besuchen.
Burg Zuckerhut klingt schon so klebrig süß und Storm ist entsetzt. Ihr Plan ist natürlich, so schnell wie möglich die Aufnahmeprüfung der Blutspuk-Akademie zu bestehen, um die Schule zu wechseln. Ein fieser Plan ist schnell ausgeheckt. Aber da sind auch ihre nette Zimmergenossin Fee und der tollpatschige Außenseiter Sami. Was wird Storm letztendlich machen und kann sie ihre Tarnung aufrecht erhalten?
Sehr witzig und nur wenig gruselig kommt die Geschichte daher. Sehr cool fand ich Glühkatze Birne, Storms Begleiterin, und das Skelett Günther, das in einer unterirdischen Gruft auf dem Burggelände lebt und am liebsten Witze erzählt.
Das Buch wurde mit viel Liebe zum Detail illustriert. Auf jeder Seite gibt es humorvolle Bilder mit Comicelementen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Comicszenen stärker in die Geschichte integriert gewesen wären, also die Bilder die Geschichte für ein paar Comicpanels übernehmen. Manchmal ist das gut gelungen, oft werden aber nur Einzelheiten aus dem Text aufgenommen und wiedergegeben oder mit einem zusätzlichen Witz ergänzt, ähnlich wie bei klassischen Illustrationen. Ich denke, das könnte noch ein bisschen besser gehen.
Die Schrift ist recht groß und die Kapitel kurz in diesem bildgewaltigen Buch. So werden auch Lesemuffel angesprochen, aber natürlich auch alle anderen Lesenden. Ich habe mich nur gefragt, ob die fehlenden Seitenzahlen zum Leseförderungskonzept gehören, damit die Lesemuffel nicht merken, dass das Buch laut Verlag immerhin 160 Seiten hat.
Fazit: Ein starker und bildgewaltiger Reihenauftakt! Ich bin gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.
Titel: Storm: Das Internat des Gruselns
Autorin: Judith Weber
Illustrationen: Fabian und Christian Jeremies
Verlag: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
Seitenanzahl: 160
ISBN: 978-3-522-50965-7
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
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