Liebe wird mehr, wenn man sie teilt. Wenn es um die Aufmerksamkeit der Eltern und Großeltern geht, sehen Kinder das nicht immer so. Das humorvolle Bilderbuch "Oma teilen" bringt diese Redewendung in einer lustigen Geschichte näher, ganz ohne den berüchtigten pädagogischen Zeigefinger.
Oma teilen - Ein Bilderbuch über das Teilen
Anna mag es gar nicht zu teilen. Lieblingsfarben, Geburtstagstorte, Gummibärchen - überall will jemand etwas abhaben. Nur wenn Anna bei ihrer Oma ist, ist das anders. Sie hat Omas volle Aufmerksamkeit, bekommt Schokoladenkuchen und Pizza gebacken und darf immer die Spiele aussuchen, die Oma dann mit ihr spielt.
Dann kommt allerdings der Tag, an dem Oma verkündet, dass Annas Cousin Tarek in den Ferien zu Besuch kommt. Nicht nur, dass Anna mit Tarek nichts anfangen kann, nun muss sie auch noch ihre Oma mit ihm teilen. Tarek ist davon allerdings ebenfalls nicht begeistert und so beraten die beiden, wie sie ihre Oma teilen können.
Nach dem die ein oder andere Möglichkeit verworfen wurde, beschließen die beiden ihre Oma ganz gerecht in eine linke und eine rechte Hälfte zu teilen. So spielt Oma dann mit einer Hand Karten und mit der anderen Hand würfelt sie. Mit ihren Ohren folgt sie zwei Gesprächen gleichzeitig und während sie mit der einen Hand die Spaghetti umrührt, knetet sie mit der anderen den Pizzateig.
Nach dem Abendessen ist die Oma so erschöpft, dass sie einschläft und das obwohl Anna und Tarek noch gar nicht müde sind. Und was nun?
Wenn ein Geschwisterchen geboren wird, steht die Welt der Erstgeborenen auf einmal Kopf. Das Spielzeug soll geteilt werden und was oft noch viel schwerwiegender ist: die Aufmerksamkeit der Eltern und Großeltern. Das ist nicht immer einfach. Hier im Buch ist kein Geschwisterchen, sondern der Cousin, aber auch hier muss die Oma plötzlich geteilt werden.
Johanna Lindemann beschreibt sehr humorvoll, wie man eine Oma aufteilen könnte und den Lesern wird schnell klar, dass das so alles nicht funktioniert. Am Ende finde die Kinder selbst ein Lösung, mit der alle glücklich sind und merken, dass Liebe mehr wird, wenn man sie teilt.
Ich liebe Johanna Lindemanns humorvollen Schreibstil, ganz ohne pädagogischen Zeigefinger. Andrea Stegmaier nimmt diesen Humor gekonnt in ihren Illustrationen auf. Besonders toll bei Andrea Stegmaiers Bildern finde ich immer den Einbau diverser Details wie unterschiedlicher Hautfarben oder dass Anna eine Brille trägt.
Fazit: Ein lustiges Bilderbücher über das Teilen, grenzenlose Omaliebe und den Spaß, den Kinder gemeinsam haben können.
Titel: Oma teilen
Autorin: Johanna Lindemann
Illustrationen: Andrea Stegmaier
Verlag: Annette Betz im Ueberreuter Verlag
Seitenanzahl: 32-seitiges Bilderbuch
ISBN: 978-3-219-12105-6
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
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